Nadelfilzen: Modellieren mit der Nadel
Wie das Ganze funktioniert?
Hast du dich schon mal gefragt, wie aus einem bauschigen Wolle-Knäuel plötzlich ein kleiner Charakter mit eigenem Gesichtsausdruck wird? Das ist die Magie des Nadelfilzens. Es ist ein wunderbar entschleunigter Prozess, bei dem man die Welt um sich herum herrlich vergessen kann.
Eigentlich ist es eine ganz besondere Art des Modellierens. Anders als beim Bildhauen, wo Material weggenommen wird, baust du beim Filzen die Form Schicht für Schicht auf. Alles, was man braucht, ist ungesponnene Schafwolle und eine spezielle Filznadel mit winzigen Widerhaken.
Charakter mit Herz:
Am Ende ist es kein weiches Knäuel mehr, sondern ein kleines Lebewesen „aus Wolle“, das bereit ist, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Präzision im Detail: Man benötigt ein gutes Auge und ein bisschen Sitzfleisch, Dfür ist jedes Teil ein echtes Einzelstück mit Seele.
Durch das gezielte Einstechen werden die einzelnen Fasern immer wieder ineinandergeschoben und verhakt. Man trägt Material auf und verdichtet es punktgenau zu einer dreidimensionalen Figur. Das Spannende dabei: Was einmal fest gefilzt ist, bekommt man nicht mehr weg – man kann es höchstens so lange weiter verdichten, bis die Form und die Proportionen exakt stimmen.

























































